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Wendtorfer Krippengruppe bekommt Anbau

Montag, 20 August 2012
10:31 Uhr

In den 1990er Jahren entstand in der Gemeinde Wendtorf der Gemeinschaftskindergarten mit derzeit 66 Kindern. Die Gemeinden Lutterbek, Barsbek, Wisch und Krokau schlossen sich an und diese Zusammenarbeit hat bis heute Bestand. Das gilt auch für den nun fast fertiggestellten Anbau für die Krippengruppe. Der wurde am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein und unter blauem Himmel mit vielen Gästen aus Wirtschaft und Politik gerichtet. Ab November sollen die Kinder ihr Haus beziehen.

Und während die künftigen "Hausherrn" noch in ihren Wagen saßen und der Menschenansammlung eher gleichgültig zuschauten, ließen es sich die "Größeren" nicht nehmen und sangen fröhlich das Lied von den fleißigen Handwerkern.
 

Die wurden dann auch von Bürgermeister Otto Steffen hoch gelobt. Denn sie hätten in für einen reibungslosen Ablauf und einen zügigen Baufortschritt gesorgt. Otto Steffen verwies nicht ohne Stolz auf diesen Anbau, denn schon vor zwei Jahren führte die steigende Nachfrage vieler Eltern nach zuverlässigen Betreuungsplätzen mit einem ausreichenden zeitlichen Potential zu den Überlegungen, den Kindergarten für Kinder unter drei Jahren zu erweitern. Und das Ergebnis gibt ihm Recht. Die Krippengruppe ist mit zehn Kindern ausgelastet, Kindergartenleiterin Susanne Lange spricht bereits von einer Warteliste. Sie habe sich auch auf besondere Weise im Rahmen der Bauarbeiten engagiert, hob Otto Steffen den Einsatz der Kindergartenleiterin hervor.
 

Er dankte aber auch den Partnergemeinden und den Mitgliedern des Beirates der Kindertagesstätte, die die Erweiterung beschlossen hatten. Kreispräsident Peter Sönnichsen sprach der Gemeinde Wendtorf seine Anerkennung aus. Wieder einmal habe Wendtorf die Nase vorn, während andere Gemeinden ihre Pläne für die Umsetzung der Vorgaben zur Betreuung von Unter-Dreijährigen noch in der Schublade hätten. Auch sei dies ein hervorragendes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit, so Sönnichsen.
 

Amtsvorsteher Hagen Klindt betonte diesen Gedanken ebenfalls. Das Beispiel Wendtorf zeige, dass auch die kleinen Gemeinden in der Lage seien, Vorsorge für die künftigen Generationen zu treffen. "Dazu brauchen wir keine Großgemeinde", so Klindt. Es sei jedoch wünschenswert, dass diejenigen, die Gesetze erlassen und damit Aufgaben weitergeben, diese auch bezahlen, sagte der Amtsvorsteher mit Blick auf die Kosten, die den Kommunen für die Kinderbetreuung entstehen. Auch wenn der Bund mit einem groß angelegten Förderprogramm Zuschüsse vergibt, bleiben den Gemeinden reichlich Kosten übrig. In Wendtorf wurden 300.000 Euro investiert, 140.000 Euro davon trägt der Bund, 20.000 Euro der Kreis. Gleichwohl, so Hagen Klindt weiter, sei eine qualifizierte Kinderbetreuung auch das Pfund einer Gemeinde, junge Familien anzusiedeln – eine Investition also, die sich auf jeden Fall lohne, so der Amtsvorsteher.

Wendtorfer Krippengruppe bekommt Anbau

Richtfest in Wendtorf: Bürgermeister Otto Steffen ist stolz auf das jüngste Projekt – den Anbau für eine Krippe des kommunalen Gemeinschaftskindergartens. Foto: Schmidt
 

Geschrieben von Astrid Schmidt
Quelle: http://www.probsteier-herold.de/wendtorfer-krippengruppe-bekommt-anbau-2

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