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Fügen, Biegen und Dichten

Samstag, 25 Juli 2009
18:18 Uhr

Bootsbauseminar im Museumshafen Probstei vermittelt altes Handwerk
Fügen, Biegen und Dichten in geselliger Ferienlaune

Wendtorf (us) Aus Hagen, Jever, Hamburg, Bordesholm und Eutin sind die
Teilnehmer des Bootsbauseminars des Museumshafen Probstei angereist, um sich
mit dem Fügen, Biegen, Dichten, Verbinden und Konservieren von Vollholz zu
beschäftigen.
Bootsbauseminar im Museumshafen Probstei vermittelt altes Handwerk
Fügen, Biegen und Dichten in geselliger Ferienlaune

Wendtorf (us) Aus Hagen, Jever, Hamburg, Bordesholm und Eutin sind die
Teilnehmer des Bootsbauseminars des Museumshafen Probstei angereist, um sich
mit dem Fügen, Biegen, Dichten, Verbinden und Konservieren von Vollholz zu
beschäftigen.

"Für mich ist dieses Seminar eine gute Gelegenheit, die gewonnenen
Kenntnisse anschließend in meiner knappen Freizeit für meine Flotte von
Kanus und Rennruderbooten zu nutzen", sagt Dr. Frank Winkler, Arzt und
Kardiologe aus Eutin. Er sammelt leidenschaftlich Kanus, Paddelboote und
kleine Bootsmotoren vergangener Zeiten und betreibt mit dieser Sammlung
schon fast ein kleines "Museum" am Plöner See. Sein Sohn Marius teilt die
Begeisterung mit dem Wassersport und werkelt ebenfalls an diesem Projekt
mit. Damit die Bootsbauer vor Regen und Wind geschützt arbeiten können,
baute die Arbeiterwohlfahrt zwei Zelte auf. Innerhalb von vier Tagen, bis
Sonntag, soll auf dem Hafenvorplatz ein Pram aufgezimmert werden. Am
Beispiel dieses Prams vermittelt Bootsbaumeister und Bootsrestaurator
Andreas Gronau typisches Bootsbauhandwerk. Damit dieser besondere Pram auch
in vier Tagen weitgehendst fertiggestellt werden kann, bereitete Andreas
Gronau die Arbeiten in seiner Bootswerft auf dem Gutshof Neudorf bei
Hochwacht vor. Mallengerüst und ein Teil der Planken sind schon zugesägt.
Übrigens Portugiesen und Amerikaner fischten einst mit diesen kleinen Boots
auf den Neufundlang-Bänken nach Kabeljau. Von größeren Seglern wurden diese
stapelbaren Boote auf den Bänken zum Fischen ausgesetzt. Im 19. Jahrhundert
brachte Schiffszimmermann Kristian Thomsen diese Bootsform nach seiner Reise
aus Amerika in seine Heimat nach Dänemark mit. Erst baute er selbst diesen
Pram, etwas auf die dänischen Verhältnisse angepasst, nach. Später, im Jahr
1898, übernahm dann die Bootswerft von A.L. Jensen den Bau dieser Boote. Es
entstanden viele dieser dem Dory ähnlichen Boote, so dass dieser Bootstyp
von Christian Nielsen schließlich in die Sammlung der "Danske Badetyper"
aufgenommen wurde. In geselliger Ferienlaune wollen wir und bis zum Sonntag
dem traditionellen Bootsbau widmen. Natürlich kochen wir hier auch und
tauschen uns zu den Themen traditioneller Bootsbau und Segeln mit alten
Schiffen aus", sagt Vereinsvorsitzende Birigt Rautenberg-Sturm. Geboten
werden: Einblicke in die Abläufe des traditionellen Holzbootsbaus.
Kennenlernen und Handhabung typischer Werkzeuge, Fügen, Biegen, Dichten,
Verbinden und Konservieren. Gemeinsames Mittagessen und Erfahrungsaustausch.

Museumshafen Probstei, 24235 Stein/Wendtorf, Telefon 04343-421630, E-Mail:
post@museumshafen-probstei.de, Internet: www.museumshafen-probstei.de.
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