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Geologische Wanderung am Strand

Freitag, 14 August 2009
19:21 Uhr

Die Ostsee birgt steinalte Geheimnisse

Wendtorf (scae) Ein Korn muss nicht immer Getreide sein. Um Sandkörner, oder
besser um Steine drehte sich alles bei der geologischen Wanderung am Strand
von Bottsand im Rahmen der Probsteier Korntage. Geologe Johannes Jannsen
empfing die kleinen und großen Naturforscher vergangenen Freitag an der
NABU-Station auf dem Deich in Wendtorf
Die Ostsee birgt steinalte Geheimnisse

Wendtorf (scae) Ein Korn muss nicht immer Getreide sein. Um Sandkörner, oder
besser um Steine drehte sich alles bei der geologischen Wanderung am Strand
von Bottsand im Rahmen der Probsteier Korntage. Geologe Johannes Jannsen
empfing die kleinen und großen Naturforscher vergangenen Freitag an der
NABU-Station auf dem Deich in Wendtorf.

"Was glaubt ihr, wie alt unsere Ostsee ist", fragte er zum Einstieg in die
Runde. Angestrengte Blicke richteten sich von der Sonne geblendet auf den
Boden oder in Richtung des grell funkelnden Meeres hinter den Dünen. "80.000
Jahre", kam kurz darauf ein überzeugter Vorschlag. Die richtige Antwort
erfuhren die rund 30 Teilnehmer der Wanderung umgehend.

Mit einem farblich markierten Zollstock zeigte Johannes Jannsen die
zeitliche Abfolge seit der Entstehung unserer Erde bis heute. "Die Ostsee
ist nach der letzten Eiszeit entstanden und etwa 7.000 Jahre alt", erklärte
Jannsen. Dass sie damit eher jung ist, bewies die Markierung auf dem oberen
Ende des Zollstockes. "Unsere Erde ist vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden.
Die ältesten Steine sind etwa 4,2 Milliarden Jahre alt", erklärte der
Geologe und zeigte auf seinem Zollstock ganz weit nach unten. Voller Neugier
folgten die Teilnehmer dem Wissenschaftler vom Deich nur wenige Hundert
Meter weiter an den Strand und machten mitunter barfuss in einem Meer von
Steinen Halt.

"An diesem Strand finden wir sechs verschiedene Sorten Steine", erklärte
Jannsen. Am häufigsten treffe man auf den Feuerstein: meistens schwarz-weiß
in der Farbe, unregelmäßig geformt mit Löchern oder Mustern und oft mit
glänzenden Bruchflächen. "Der Feuerstein macht ungefähr die Hälfte aller
Steine am Strand aus", informierte Jannsen und forderte die Hobbyforscher
zum Sammeln auf. In kurzer Zeit stapelten sich zu Füßen des Geologen
reichlich Feuersteine. Etwas schwerer wurde es anschließend: Granit, Gneis,
Basalte, Porphyr und Sandsteine waren mitunter nicht ganz so leicht zu
finden. "Ich finde es spannend, dass es so viele verschiedene Steine gibt",
sagte der neunjährige Marcel aus Wuppertal, der mit seinen Eltern an der
geologischen Wanderung teilnahm. Voller Ehrgeiz ging die Familie auf
Steinsuche und zeigte sich begeistert: "Es macht Spaß, dass man etwas
lernt", meinte Marcel, während er überlegte, ob er einen Granit oder doch
einen Sandstein in der Hand hielt.

Am Ende gab es die große Steinprüfung, die eigentlich jeder bestehen konnte,
der einen Blick auf die verschiedenen Haufen werfen konnte, die sich - fein
säuberlich sortiert nach Steinart - am Strand gesammelt hatten. "Menschen
sammeln gerne Steine", erklärte Geologe Johannes Jannsen. Dies hinge zum
einen mit den Urinstinkten zusammen, zum anderen damit, dass Steine nicht
nur schön, sondern auch alt seien. "Es ist schon etwas Besonderes, wenn man
ein Stück Erdgeschichte in den Händen hält", so Jannsen.
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